Unsere Jugendgruppe |
| Terrarientiere - Kids-Tierschützer und der Terrarienkreis Kiel
Am 29.März 2008 besuchten die Kids-Tierschützer Tornesch (K-TT) die Ausstellung des Terrarienkreises Kiel e.V. 1998 in der „Sportklause am Posthorn“ in Kiel- Kronshagen.
Sabrina Höft, Mitglied des Terrarienkreises erzählte während der zweistündigen Führung Wissenswertes über die Anatomie von Reptilien und die Kids erfuhren viel Interessantes über die ausgestellten Tiere.
Jede Art hat ihre eigenen Anpassungen an die Umweltbedingungen in ihrem natürlichen Lebensraum. So versteckt sich die Dornschwanzagame bei Gefahr in einem Felsspalt und verschließt mit ihrem Schwanz die Öffnung und schützt sich so gegen Fraßfeinde.
Auf drei Räume verteilt gab es eine Fülle von Terrarientieren zu bestaunen. In einem separaten „Darkroom“ konnten unter Schwarzlicht die nachtaktiven Tiere, wie der Leopardgecko beobachtet werden.
Landschildkröten, Kornnattern und Bartagamen gehören mittlerweile zu den bekannten Haustieren.
Die Haltung von Exoten generell wird immer beliebter. Allerdings handelt es sich bei den Tieren meist nicht um speziell gezüchtete Haustierrassen, wie es z.B. beim Zwergkaninchen der Fall ist. Aus Sicht des Tierschutzes ist die Haltung von Exoten als Haustier daher sehr umstritten. Auf der einen Seite tragen kundige Privathalter zur Erforschung der Lebensbedingungen der Tiere bei und liefern damit einen wichtigen Ansatz zur Arterhaltung, denn nur wenn sich jemand für eine Art interessiert und einsetzt, finden ihre Bedürfnisse Beachtung.
Andererseits bedarf es genauer Kenntnisse über eine annähernd artgerechte Unterbringung und Versorgung der Tiere, über die ein Laie nicht verfügt und sich auch nicht an einem Wochenende anlesen kann.
Leider häufen sich die Fälle von gequälten Amphibien und Reptilien, deren Halter ihnen durch Unwissenheit und Überforderung Schaden und Schmerzen zugefügt haben. Eines von vielen Beispielen ist eine Wasseragame mit zertrümmerter Schnauze. Wasseragamen flüchten , wenn sie sich erschrecken ins Wasser, dass sie an seiner spiegelnden Oberfläche erkennen. Ein unerfahrener Halter wird wohl kaum daran denken, dass auch das Glas des Terrariums spiegelt und die Agame im vollen Sprung dagegen donnert und sich schwer verletzen kann.
Die Schwierigkeiten einer artgerechten Haltung wurden auch den K-TT sehr schnell klar, als sie sich mit den Haltern der beliebtesten Terrarientiere unterhielten und erfuhren, wie aus der Kenntnis über die natürlichen Lebensräume Haltungsbedingungen abgeleitet werden können. Aber auch das hört sich einfacher an, als es ist.
Ein weiterer wichtiger Aspekt, der häufig unterschätzt wird ist das hohe Lebensalter, denn viele Terrarientiere werden sehr alt und überleben so manchen Hund oder Katze.
Viele Menschen fühlen sich dennoch von diesen urtümlichen Tieren angezogen und so haben die K-TT von einigen Tieren einen kurzen Steckbrief zusammen gestellt, der einige wenige wissenswerte Infos liefern soll.
Die Kids empfehlen allen Interessierten, die mit dem Gedanken spielen, sich ein Terrarientier anzuschaffen, nicht nur aktuelle! Literatur zu lesen, sondern auch bei langjährigen Haltern Rat zu suchen. Vereine wie der Terrarienkreis Kiel sind dafür ein guter Anlaufpunkt.
Hier ein paar Informationen zum Download bereitsgestellt:
Die Griechische Landschildkröte
Zum Schluss liegt den K-TT doch noch was am Herzen:
• Welche Ansprüche an den Halter aus den Lebensbedingungen und Eigenarten der exotischen Tiere resultieren, bedarf genauerer Erkundigungen!!!
• Auch die Anforderungen an das Terrarium sind sehr unterschiedlich (Belüftung, Beleuchtung, Bepflanzung…). Da gibt es so einiges zu beachten und die existierenden gesetzlichen Gutachten über Größe etc. sind nur absolute Mindestanforderungen.
• Nicht jeder ist qualifiziert, anspruchsvolle Terrarientiere zu halten (und die Qualifikation erwirbt man nicht dadurch, dass man einen evtl. sogar veralteten Tierratgeber durchblättert).
• Vereine, die die Lobby der Terrarientiere vertreten, können zum Arterhalt und allgemein zur Erforschung der Arten beitragen.
• An erster Stelle sollte jedoch immer das Wohl des Tieres stehen!
|